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Gewächshaus

Mit einem Gewächshaus kannst du das ganze Jahr über frisches Gemüse ernten, exotische Pflanzen züchten oder kälteempfindliche Pflanzen sicher durch den Winter bringen. Wenn du dir deinen Gartentraum vom eigenen Gewächshaus erfüllen möchtest, solltest du wissen, was es beim Kauf von Gewächshäusern alles zu beachten gibt. Hier erfährst du, was du über Gewächshäuser wissen solltest, beispielsweise welche Materialien und Ausstattungen es gibt, wie du es sicher aufstellst und natürlich auch, mit welchen Kosten du rechnen musst.



Was ist der richtige Standort für ein Gewächshaus?

Der Standort des Gewächshauses ist von sehr großer Wichtigkeit, damit deine Pflanzen ordentlich gedeihen können. Dein Gewächshaus sollte möglichst sonnig stehen und von allen Seiten frei zugänglich sein. Zudem sollte es möglichst windgeschützt stehen, damit es durch starke Sturmböen nicht beschädigt wird.

Es kann nicht schaden, wenn du es in der Nähe deines Hauses aufstellst. Dadurch hast du stets kurze Wege und hast es leichter, ein Stromkabel zu verlegen, falls du es im Winter beheizen möchtest. Generell wird eine West-Ost-Ausrichtung empfohlen, damit das Sonnenlicht möglichst optimal genutzt werden kann. Der Eingang sollte nach Möglichkeit nicht an der Wetterseite liegen.

Es sollte nicht zu nah an deiner Grundstücksgrenze stehen, da vielerorts ein Mindestabstand zur Grundstücksgrenze vorgeschrieben ist. Das gilt nicht nur für Grenzen, die an öffentlichen Wegen liegen, sondern an allen, auch die zum Grundstück deines Nachbarn.

Welche Größe sollte ein Gewächshaus haben?

Die Größe hängt natürlich von dem verfügbaren Platz, deinen individuellen Wünschen und deinem Budget ab. Ein zu kleines Gewächshaus bereitet dir wahrscheinlich keine Freude, da du kaum etwas hineinbekommst. Je größer das Gewächshaus ist, desto teurer wird es natürlich in der Anschaffung und dem Unterhalt.

Überlege dir vorher, was du alles in deinem Gewächshaus anpflanzen und ob du zusätzlich noch Pflanzen zum überwintern hineinstellen möchtest. Allgemein empfohlen ist eine Grundfläche ab 10 qm.

Braucht ein Gewächshaus ein Fundament?

Grundlegend ist ein Fundament für dein Gewächshaus nicht unbedingt notwendig, wenn nicht bauartbedingt zwingend eines benötigt wird. Allerdings wäre es gleich aus mehreren Gründen sinnvoll, ein Fundament anzulegen. Einer ist natürlich, dass dein Gewächshaus dann auf einer festen,  ebenen und geraden Fläche steht.

Je nach Beschaffenheit des Bodens und Gewicht deines Gewächshauses kann es ohne Fundament passieren, dass dein Gewächshaus mit der Zeit einsinkt. Das ist nicht nur ärgerlich und sieht nicht gut aus, es schadet auch der Struktur und Stabilität der Konstruktion. Ein anderes Problem ist der Wind. Wenn eine Sturmbö dein Gewächshaus einmal richtig erfassen sollte, wird es bestenfalls etwas verschoben, schlimmstenfalls wird es inklusive Inhalt irreparabel zerstört. Dem kannst du vorbeugen, indem du das Gartenhaus fest am Fundament verankerst.

Drüber hinaus isoliert ein Fundament von unten, was im Winter sehr praktisch ist. Zusätzlich hält ein Fundament dein Gewächshaus möglichst trocken. Durch den Erdboden gelangt bei Regen nämlich ansonsten ziemlich schnell viel Wasser hinein und weicht den Boden darin auf. Wenn du bereit bist, viel Geld für ein Gewächshaus auszugeben, wäre es wohl eine sinnvolle Entscheidung, nicht an einem Fundament zu sparen.

Welches ist das beste Material für ein Gewächshaus?

Das Material ist der entscheidende Faktor, nach dem du dir dein Gewächshaus am Ende aussuchst, denn schließlich soll es auch optisch zu deinem Garten passen und nicht wie ein Fremdkörper wirken. Grundlegend eignen sich Aluminium, Stahl und Holz als Material für die Rahmenkonstruktion deines Gewächshauses.

Holz ist der natürlichste Rohstoff und optisch für den Garten stets hervorragend geeignet. Du brauchst jedoch sehr formstabiles Holz, welches sich bei Hitze und Nässe möglichst wenig bewegt bzw. ausdehnt. Das Holz muss regelmäßig gepflegt werden, damit es nicht zu faulen beginnt, was das Ende deines Gewächshauses einleiten würde.

Stahl und Aluminium sind deutlich langlebiger, wobei eine Aluminiumkonstruktion bedeutend leichter ist. Beide Materialien sind pflegeleicht und äußerst langlebig. Die meisten Gartenhäuser haben einen Rahmen aus Aluminium, weil es eben leichter und ähnlich stabil ist wie Stahl.

Die Fenster müssen aus Sicherheitsglas sein, welches besonders bruchfest ist. Ein Dach aus normalem Fensterglas würde wohl schnell durch Hagel oder eine hohe Schneelast zerbrechen. Einfaches Sicherheitsglas ist in der Regel ausreichend tragfest. Du hast die Wahl zwischen Echtglas und Kunststoff bzw. Plexiglas.

Alle Materialien ausführlich zu behandeln, würde den Rahmen dieses Ratgebers sprengen. Aber wir lassen dich nicht im Regen stehen, sondern haben die Materialien in separaten Ratgebern ausführlicher behandelt:

 

Wie plant man ein Gewächshaus richtig?

Ein Gewächshaus sollte gut geplant werden. Das betrifft selbstverständlich auch die Ausstattung und Einrichtung. Der Platz sollte so effektiv wie möglich genutzt werden können. Daher solltest du dir im Vorfeld Gedanken darüber machen, was für Pflanzen du in deinem Gewächshaus haben möchtest und wieviel Platz sie benötigen.

Am besten zeichnest du dir den Grundriss auf und erstellst einen Bepflanzungsplan. Bedenke dabei bitte, dass viel nicht immer besser bedeutet. Damit Pflanzen gedeihen, brauchen sie einen gewissen Freiraum. Wenn du zum Beispiel zu viele Tomatensträucher zu dicht nebeneinander pflanzt, kannst du davon ausgehen, dass du zwar viele Tomaten ernten wirst, diese jedoch nicht sonderlich groß und gut sein werden. Außerdem erhöht sich bei zu wenig Platz die Gefahr von Schädlingsbefall.

Was häufig vernachlässigt wird ist die Bewegungsfreiheit. Viele Menschen möchten so viele Pflanzen wie möglich in ihrem Gewächshaus haben und vergessen dabei, dass sie selbst auch noch hineinpassen müssen. Plane dein Gewächshaus daher am besten so, dass du auch tatsächlich leicht an alles herankommen und dich darin mühelos bewegen und auch umdrehen kannst.

An alles weitere, was du gerne in deinem Gewächshaus hättest, musst du natürlich auch problemlos rankommen. Brauchst du einen Stromanschluss? Eine automatische Bewässerungsanlage? Lampen? Elektronische Fenstersteuerung? Schaufeln? Gießkanne? Wasseranschluss?

Das alles solltest du bei deiner Planung berücksichtigen.

Wie wichtig ist die Belüftung eines Gewächshauses?

In einem Gewächshaus soll es warm sein. Zu viel Wärme wird jedoch schnell schädlich, zum Beispiel im Sommer, wenn sich die Hitze in deinem Gewächshaus staut. Deine Pflanzen können dann förmlich verbrennen. Damit die Hitze entweichen und frische Luft hineinströmen kann, sollte dein Gewächshaus mehrere Dachfenster besitzen.

Die Belüftung selbst zu regeln und die Fenster immer wieder zu öffnen oder zu schließen, kann eine anstrengende und nervtötende Angelegenheit sein. Wenn du in deinem Gewächshaus einen Stromanschluss hast, kannst du elektrische Dachfenster einbauen, die sich ab einer bestimmten Temperatur automatisch öffnen.

Alternativ gibt es auch automatische Dachfenster, die ohne Strom funktionieren. Diese sind mit einem Hebezylinder ausgestattet, in dem sich eine spezielle Flüssigkeit befindet. Diese reagiert empfindlich auf höhere Temperaturen und dehnt sich so sehr aus, dass der Hebezylinder das Fenster automatisch öffnet und bei niedrigeren Temperaturen auch wieder schließt.

Braucht ein Gewächshaus eine Heizung?

Wenn du dein Gewächshaus das ganze Jahr über aktiv nutzen möchtest, beispielsweise, um ganzjährig frisches Gemüse ernten zu können oder tropische Pflanzen zum überwintern hineinzustellen, wirst du um eine Heizung für dein Gewächshaus kaum rumkommen.

Hier gilt es, perspektivisch zu denken und auf den Unterhalt zu achten. Wenn dein Gewächshaus in der Nähe deines Hauses steht, kannst du prüfen lassen, ob es möglich ist, Heizungsrohre zu verlegen, sodass die Gewächshausheizung direkt in dein Heizungssystem integriert wird. Das ist zwar aufwendig und möglicherweise nicht ganz billig, aber es ist die sauberste Lösung. Es ist auch die Lösung mit den geringsten Unterhaltskosten.

Ansonsten kannst du auch eine elektrische Heizung oder elektrische Heizmatten benutzen. Achte dabei aber darauf, dass es sich bei einem Gewächshaus um einen Feuchtraum handelt. Die Heizung sollte daher explizit für Feuchträume geeignet sein.

Manche Pflanzen überleben auch bei sehr tiefen Temperaturen, sofern sie keinen Frost abbekommen. Wenn du nur solche Pflanzen hast, kannst du im Winter auch transparente Luftpolsterfolie nehmen, um dein Gewächshaus zu isolieren.

Brauche ich für ein Gewächshaus eine Baugenehmigung?

Je nach Art und Größe des Gewächshauses kann es sein, dass du dafür eine Baugenehmigung beantragen musst. Die Regelungen sind jedoch bundesweit nicht einheitlich, weswegen du vor dem Kauf lieber zur Sicherheit bei deinem lokalen Bauamt anrufen und nachfragen solltest.

Gewächshaus kaufen: Bausatz oder selbst bauen?

Während in dir der Gedanke gereift ist, dir ein Gewächshaus zu kaufen, hat sich vor deinem inneren Auge bestimmt auch eine Vorstellung davon entwickelt, wie es aussehen soll. Vielleicht hast du sogar daran gedacht, dir dein individuelles Gewächshaus ganz nach deinen Vorstellungen selbst zu bauen.

Ein Gewächshaus selbst zu bauen ist auch für erfahrene Hobbyhandwerker eine sehr anspruchsvolle Herausforderung. Es klingt lediglich nicht nach einer solchen. Schließlich musst du nur ein Grundgerüst bauen und die Scheiben anbringen. Das sollte ja mit ein wenig Planung kein Problem darstellen.

Grundlegend ist der Gedanke auch richtig. Das Problem dabei ist die Isolierung, denn du musst jedes Teil mit absoluter Präzision verbauen. Der Spielraum beträgt insgesamt nicht Mals einen Millimeter, denn selbst die kleinste Lücke hat fatale Auswirkungen auf die Isolation der Gesamtkonstruktion. Wirklich viel günstiger als ein Bausatz ist der Eigenbau auch nicht. Ein Eigenbau dauert viele Tage und jeder Fehler bei der Glasverarbeitung verursacht weitere Kosten.

Versteh uns bitte nicht falsch. Wir möchten nur, dass du es dir gut überlegst. Wenn du handwerklich geschickt bist, es dir Spaß macht, du mit Eifer dabei bist, die notwendige Geduld und die Werkzeuge hast, dann mach dir Gedanken, erstelle einen Plan, besorg dir das Material und leg los. Bist du dir jedoch nicht absolut sicher, das zu schaffen, ist ein fertiges Gewächshaus als Bausatz definitiv die bessere und risikoärmere Variante.

Gewächshäuser gibt es aus unterschiedlichen Materialien und zahllosen Designs. Wenn du das Gewächshaus deiner Träume nicht auf Anhieb findest, suchst du einfach so lange, bis du entweder genau das oder eines, was dem sehr ähnlich sieht gefunden hast.

Ein Fundament für dein Gewächshaus zu bauen ist nicht sonderlich schwer. Im Internet findest du zahlreiche Anleitungen und wenn du dir das nicht zutraust, kannst du einen Handwerker damit beauftragen. Je nach Art und Größe kannst du mit Kosten von 100 bis 300 Euro rechnen. Je mehr du selbst machst, desto günstiger wird es. Wenn du die Grube für das Fundament vorher selbst aushebst, kannst du viel Geld sparen, der Profi gießt dann nur noch das Fundament.

Gewächshaus-Bausätze sind in der Regel so gestaltet, dass du es innerhalb von ein paar Stunden schaffen solltest, das Gewächshaus aufzubauen, selbst wenn du kein besonders talentierter Handwerker sein solltest.

Unabhängig vom Talent solltest du dir aber Hilfe besorgen, denn ein Gewächshaus alleine aufzubauen ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Mit einer zweiten Person zur Unterstützung steht dem aber nichts mehr im Wege. Wichtig ist, dass das Fundament gründlich ausgehärtet ist. Daher solltest du das Fundament mindestens ein paar Tage bevor du das Gewächshaus aufbaust anlegen.

Noch ein Tipp: Wenn du keinen Bausatz findest, der dir gefällt, kannst du dir das Gewächshaus deiner Träume auch individuell bauen lassen. Im Internet gibt es diverse Anbieter, die dir dein Gewächshaus genau nach deinen Wünschen bauen, sofern diese realisierbar sind. Die Scheiben werden genau zugeschnitten und die Rahmenbauteile ebenso. Das ist natürlich nicht ganz billig, mit ein paar tausend Euro wirst du schon rechnen müssen, wenn es nicht gerade ein super winziges Gewächshaus sein soll. Dafür bekommst du aber auch genau das, was du dir vorstellst.

Was kostet ein Gewächshaus?

Die Frage nach den Kosten eines Gewächshauses lässt sich nicht pauschal beantworten. Einfache Gewächshäuser für den Garten gibt es schon für weniger als 100 Euro. Diese haben in der Regel allerdings keine festen Wände aus Glas oder Kunststoff, sondern lediglich eine Folie bzw. Plane.

Die ersten tauglichen begehbaren Gewächshäuser mit Wänden aus Glas oder Kunststoff bekommst du in etwa ab 300 Euro. Wenn du bereit bist, etwa 500 Euro zu investieren, bekommst du schon richtig gute Gewächshäuser mit sehr guter Verarbeitung, hochwertigen Materialien und teils sogar mit Fundament.

Dabei handelt es sich jedoch üblicherweise nicht um ein Fundament aus Zement oder Beton, sondern um einen Rahmen, der im Erdreich verankert wird. Ein richtiges Fundament bietet im Endeffekt meist einen sichereren Halt.

Nach oben sind den Kosten natürlich keine Grenzen gesetzt. Im Preisbereich um die 1.000 Euro bekommst du schon wirklich große Gewächshäuser, die zum Teil auch modular aufgebaut sind, was bedeutet, dass du dein Gewächshaus später noch ausbauen kannst, wenn du meinst, dass es dir mit der Zeit doch zu klein geworden ist.

Wenn du dein Gewächshaus von einem Fachmann aufbauen lassen möchtest, ist das natürlich möglich. So mancher Baumarkt oder Fachmarkt für Gewächshäuser bietet euch einen Montageservice an. Da dies zwei Angestellte für eine längere Zeit bindet und Anfahrtskosten entstehen, kannst du von Kosten in Höhe von mehreren hundert Euro ausgehen. In der Regel erfolgt die Montage „ab Fundament“, was bedeutet, dass das Fundament bereits vorhanden sein muss, wenn die Monteure kommen.

Wie hoch sind die Unterhaltskosten eines Gewächshauses?

Die Unterhaltskosten für ein Gewächshaus hängen stets von der Ausstattung ab. Wenn du das Wasser aus einer Regentonne nimmst, es nicht beheizt und keine elektrischen Dachfenster hast, kostet es dich nichts, das Gewächshaus zu betreiben, abgesehen von den normalen Kosten für Erde, Dünger, Blumenkästen, Saatgut, Reinigungsmitteln etc.

Mit einer Heizung, einem Bewässerungssystem und weiteren Dingen, die Energie oder Rohstoffe verbrauchen, fallen logischerweise Kosten an. Du solltest dir im Vorfeld Gedanken über diese Kosten machen. In dem Abschnitt über die Heizung schrieben wir zum Beispiel, dass es nicht ganz billig werden dürfte, die Heizung deines Gartenhauses in dein Heizungssystem zu integrieren. Dafür fallen die laufenden Kosten geringer aus als bei anderen Varianten wie beispielsweise elektrische Heizlüfter.

Es kann durchaus Sinn ergeben, die Anschaffungskosten der technischen Ausstattung auf den Verbrauch umzurechnen. Langfristig zahlt es sich oftmals aus, anfangs etwas mehr zu investieren, wenn ein etwas teureres Gerät weniger Energie verbraucht als ein günstigeres. Im laufe der Jahre macht sich so etwas aufgrund der laufenden Kosten bezahlt, zumal es nicht sonderlich wahrscheinlich ist, dass die Energiepreise in absehbarer Zukunft sinken dürften.

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